|
Seite 1 - Deckblatt
Ein wichtiges Ereignis für die Familie Wander & Wanderer ist die Nobilitierung von k.k. Rath und Strassenbaudirektor Joseph Wander von Grünwald anno 1818, d.h. exakt am 26. November vor 190 Jahren ist er und alle seine ehelichen Nachfahren von Kaiser Franz dem Ersten in den Ritterstand erhoben worden.
Es folgen unten alle Seiten aus dem Ritterstands Diplom als Ausschnitt bzw. verkleinerte Vorschau.
Die Seiten sind von der alten Kanzleischrift in Maschinenschrift für diese Webseite übertragen worden. Die Maschinenschrift steht neben den Bildern.
Bitte klicken Sie unten auf die Bilder, denn die sind verlinkt und führen zu einer vergrößerten Darstellung, dies ermöglicht Ihnen eine Detailstudie.
Wünsche viel Spaß - letzte Seitenbearbeitung
15. September 2009
Jochen A. Wanderer
Seite 2
Kopf - Detail aus der zweiten Seite, die hinter dem Link hochauflösend etwa einen Umfang von 1 MB hat. Unter dem Kopf auf der linken Seite befinden sich zahlreiche Unterschriften, die noch nicht transliteriert sind.
Der Original-Text im Diplom lautet:

Wir Franz I
Haben nach dem Beyspiele
der österreichischen Regenten
bis
Verdienste unterstützen.
Nun ist zu Unserer Kennt-
niß gekommen, dass der k.k.
Rath und böhmische Strassen
Baudirektor Joseph Wander
v Grünwald in Rücksicht
seiner erworbenen Verdienste
in den Ritterstand erho-
ben zu werden, unterthä
nigst angesucht hat.
Er stammet nämlich
aus einem alten Adel, und
Seite 3
dienet Uns und dem Staate
durch eine Reihe von un-
unterbrochenen 40 Jahren
bey dem Kreisamte und der
Strassenbaudirektion in
Böhmen mit Treue
Anhänglichkeit, Fleiß und
Nützlicher Auszeichnung;
Er hat während jener Zeit
durch Erfindung und Einfüh-
rung wirksamer Kontrollen,
wirthschäftlicher Verfahrungs
arten u. durch guten Unter-
richt im Kunstfache und
strenge Aufsicht – die Ein-
nahmen des des Strassenfonds
vermehret, dagegen die
Ausgaben durch kluge Re-
ligitationen vermindert,
besonders aber hat er
durch die
Einführung, Leitung, und
Erweiterung des freywilligen
und unentgeltlichen Stras-
senbaues bewircket, dass
Seite 4

in einem Zeitraume von
12 Jahren seiner Amtsführung,
die Kunststrasse im König-
reiche Böhmen um 112. Meilen
erweitert wurden, und dabey
allein der Strassenfonds ein
Baukapital von Acht Millionen
ersparet worden ist; Eben
so hat er thätigst in den Jahr-
en 1813 und 1814 durch Her-
stellung und sorgfältiger Er-
haltung der schwierigsten
und wichtigsten Kommunikatio-
nen zum
Gelingen der Militair-Ope-
rationen mit patriotischen
Eifer beygetragen, und sich
das silberne Ehrenkreuz
dadurch erworben. Übrigens ist sein
an den Tag gelegtes reges Bestreben
für jede gemeinnützige
Anstalt eben so bekannt,
als es eine gemeinnützige
litterairischee Wercke sind, wo-
rüber er den Beyfall der
gelehrten Welt erärntete.
Wir haben demnach
Seite 5
Zur Belohnung dieser Verdienste
Ihn Joseph Wander von
Grünwald sammt seiner ehelichen
Nachkommenschaft absteigenden
Stammes beyderley Geschlechtes
-Streichungen –

für alle zukünftige
Zeiten pp dis
Wappen verliehen:
Nämlich: einen aufrechten
Ablangen, unten rund in einer Spitze
Zusammenlau
Fenden blauen, oder aqua-
farben Schild, in welchem
zwey übereinander laufende
schwarz gefleckte Kaninchen
zusehen sind. Auf dem
Seite 6 mit dem blasonierten Ritter-Wappen

Schilde ruhen zwey einwärts
gekehrte, gold gekrönte,
zu beyden Seiten mit einer
blau und silber kunstmäs-
sig vermischt herabhän-
genden Decke umgeben
Turnierhelme mit offenen
Rosten und ihren golde-
Nen Halskleinodien; der
rechte ist mit zwey blauen
Büffelshörnern, zwischen
welchen ein Kaninchen
links sehend hervorsteiget,
und der linke mit einem
offenen blauen Fluge
zwischen welchen ein
silbernes Tatzenkreuz
schwebet, gezieret.
Wir berechtigen pp
Nach dem Formular bis
zum Schlusse.
- Unterschriften -
|